Tbilisi – a city of contrasts

03.28.2017

Tbilisi. Where do I even begin? For me
it was the first time in the capital of Georgia
and I had no idea at all what to expect.

A city of contrasts
Tbilisi. Where do I even begin? For me it was the first time in the capital of Georgia and I had no idea at all what to expect. I only new that a lot of people recommend it as the holiday destination per se. However, the city does not strike the visitors with its flair. Instead it looks like a puzzle of architecture; a chaos of ruins and futuristic architecture; a city of contrasts. The balconies of the art nouveau villas – infested by mold – seem to collapse any minute, they have obviously seen better days. If you take the cable car to the top of the mountain Mtazminda and let you gaze wander over the splendid panorama, it’s not that splendid after all. Looking more closely it’s rather a landscape of ruins. In contrast to this poverty there are buildings like the freedom bridge, which could not be any more modern. It’s obvious that most of them have nothing and very few have everything.
No sign of splendor and pomp
So it does not surprise that religion plays an important role in the lives of the people in Georgia. Religion has always been a life belt people held on to in difficult times. When I entered an orthodox church for the first time I was overcome with a feeling of timidity. But not due to its splendor or pomp, like I am used to from churches like in Milan or Rome, but rather because of the silence and coldness of the walls. A local explained to me that in the Orthodox Church it is all about the contact with god. The surrounding is secondary.
The way to the future
Not only the image of the city but also its inhabitants are divided. The younger generation longs for freedom and therewith clashes with a rural culture that was shaped for centuries. Old traditions like the division of roles between men and women are still visible. Cards.
Almost like in protest against those century-old traditions there are blue flags with 12 stars on several houses. A clear sign for the future: The wish of joining the EU. Right nowTbilisi – or Georgia – looks like one of its many street dogs: starved, skinny and plagued by diseases and pests; and yet, still full of hope.
The love is in the detail
Tbilisi is unique due to its diversity and its special location: it is the capital of an inconspicuous country in between the Black Sea and the Big Caucasus; a country somewhere in the middle – not Europe, not Asia. The people in Tbilisi are thrown together like in a melting pot. Georgians, Armenians, Russians, Azerbaijani and so many more. And they all contribute a part of their culture. Some of them by opening a restaurant others by selling their art on the street markets you find on every corner. It is not the city itself that is so special, but the people and the atmosphere.
But also the rest of the city leaves nothing to be desired. Take a bath in hot springs or the Black Sea, go skiing in the mountains or have some fun at a winetasting on one of the many wineries of the country. There is almost nothing you won’t find.

//

Eine Stadt der Gegensätze – ein Architekturpuzzle
Tiflis. Tbilisi. Wo fange ich am Besten an? Für mich war es das erste Mal in der Hauptstadt Georgiens und ich hatte keine Ahnung, was mich erwarte. Es wird momentan als das Urlaubsziel schlechthin „gelobt“. Dabei erschlägt die Stadt den Besucher sich gleich mit seinem Glanz. Sie wirkt wie ein Architektur-Puzzle; ein Durcheinander aus Verfall und futuristischer Architektur; eine Stadt der Gegensätze. Die Jugendstilvillen mit ihren von Schimmel befallenen Balkonen, die kurz vor dem Zerfall stehen, haben ihre besten Tage hinter sich. Wenn man mit der Seilbahn auf den Berg Mtazminda hinauffährt stellt man beim Blick über die Stadt fest: auch die Wohnviertel sind eine Ruinenlandschaft. Auf der anderen Seite stehen Bauwerke wie die Friedensbrücke, die modernen nicht sein könnten. Es wird klar: Die meisten haben nichts, sehr wenige alles.
Von Prunk und Glanz keine Spur
Es wundert also nicht, dass die Religion im Mittelpunkt des Lebens vieler Menschen steht. Religion, seit je her ein Rettungsring, an dem sich viele festhalten. Wer in Georgien zum ersten Mal eine orthodoxe Kirche betritt, den ergreift im ersten Moment eine gewisse Scheu. Aber nicht etwa wegen der Größe oder dem Glanz, wie man es vom Rom oder Mailand gewohnt ist, sondern vielmehr wegen der Stille und der Kälte, die von dem Gebäude ausgeht. Ein Einheimischer erklärt uns, dass es in der Kirche darum geht, sich auf das Gespräch mit Gott zu konzentrieren und nicht auf seine Umgebung
Der Weg in die Zukunft
Nicht nur das Stadtbild, auch die Bewohner sind gespalten. Mit ihren Wunsch nach einem Leben in Freiheit prallt die neue Generation auf eine durch die Jahrhunderte geprägte bäuerliche Kultur. Traditionen, wie die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, sind noch überall sichtbar. Frauen begegnet man auf den Straßen kaum. Nur Männer sitzen auf ihren Klappstühlen in Gruppen zusammen, versunken in ihre Kartenspiele.

Wie aus Protest hängen, fast schon im Gegensatz zu diesen Jahrhunderte alten Traditionen, an vielen Häusern die blauen Fahnen mit den zwölf Sternen. Ein klares Zeichen für die Ziele der Zukunft: Der Eintritt in die EU. Dabei erinnert das Land an einen seiner vielen Straßenhunde: ausgehungert, mager und von Ungeziefer befallen und trotzdem noch immer mit einem Funken Hoffnung in den Augen.
Die Liebe liegt im Detail
Tiflis überzeugt durch seine Vielfalt und seine besondere Lage: es ist die Hauptstadt eines fast unscheinbaren Landes zwischen dem schwarzen Meer und dem Großen Kaukasus; ein Land irgendwo in der Mitte – nicht Europa nicht Asien. Die Menschen in Tiflis, zusammengeworfen wie in einem Schmelztiegel. Georgier, Armentier, Russen, Aserbaidschaner und so weiter und alle tragen einen Teil zur Kultur der Stadt bei. Einige erhalten in Restaurants, e ein Stück ihrer Mentalität, ihrer Lebensweise. Andere wandeln ihre Kultur in Kunstwerke um und verkaufen sie auf den Straßenmärkten, die man an jeder Ecke findet.

Es ist nicht die Stadt selber, sondern viel mehr das Leben auf den Straßen und die Warmherzigkeit der Menschen, die die Magie der Stadt ausmachen. Und auch der Rest des Landes lässt keine Wünsche offen. Baden in heißen Quellen oder im Schwarzen Meer, Skifahren in den Bergen oder Weintastings auf den landeseigenen Weingütern. Es gibt fast nichts, das es nicht gibt.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *